11 Mineralwässer, denen Du in Frankreich vertrauen kannst 🇨🇵
- vor 4 Tagen
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Frankreich ist eines der beliebtesten Reiseziele Europas. Die Auswahl ist groß: Von Paris, der Stadt der Lichter, über das glamouröse Monaco bis hin zur sonnigen Côte d’Azur mit Orten wie Nizza und Cannes oder den idyllischen Alpenregionen im Landesinneren. Frankreich bietet eine Vielzahl schöner und interessanter Orte.
Das Land ist auch für seine Küche, seinen Wein und seinen Lebensstil bekannt. Auch Mineralwässer spielen in der Kultur eine große Rolle. Ich habe eine Auswahl von elf französischen Mineralwässern getroffen, die ich als Wassersommelier mit gutem Gewissen empfehlen kann.

Das Wasser wurde 1923 im Viertel Abatilles in Arcachon entdeckt, als man eigentlich nach Öl suchte. In einer Tiefe von 472 Metern stieß man stattdessen auf das Mineralwasser. Nach Vorlage der Ergebnisse der Wasseranalyse entschied man sich, an der Quelle eine Therme zu bauen. Kurze Zeit danach wurde die Gegend zum Kurort. Die Gesamtmineralisierung beträgt 372 mg pro Liter. Entsprechend handelt es sich um ein niedrig mineralisiertes Wasser.

Chateldon steht auf vielen Tischen in großen Hotels und Sternerestaurants. Es stammt aus dem Puy de Dôme in der Nähe von Lyon. Mit 1882 mg Gesamtmineralisierung pro Liter ist Chateldon ein hoch mineralisiertes Wasser, das insbesondere reich an Calcium, Natrium und Hydrogencarbonat ist. Schon Ludwig XIV. wusste die positive Wirkung auf die Verdauung zu schätzen.

Orezza stammt von der Insel Korsika, wo es sich seit Jahrhunderten seinen Weg durch mineralreiche Felsen bahnt. Das Wasser wird seit 1856 wegen seiner verdauungsfördernden und revitalisierenden Eigenschaften getrunken. Die Gesamtmineralisierung beträgt 516 mg pro Liter. Es ist insbesondere reich an Calcium und Hydrogencarbonat.

Vichy Célestins war bereits zu Zeiten des Römischen Reiches beliebt. Damals war es unter dem Namen aquis calidis (warmes Wasser) bekannt. Es sprudelt mit einer konstanten Temperatur von 22 °C aus dem gleichnamigen Felsen. Im dortigen Thermalbad war auch Napoleon III Stammgast, um sein Rheuma zu lindern. Vichy Célestines hat eine Gesamtmineralisierung von 3.325 mg/l und ist insbesondere reich an Natrium (1.172 mg pro Liter) und Hydrogencarbonat (2.989 mg pro Liter).

Hépar wurde 1873 in den Vogesen entdeckt und wird seit 1919 in Flaschen abgefüllt. Das Wasser hat eine Gesamtmineralisierung von 2.513 mg pro Liter. Auf der Website ist zu lesen, dass das Wasser aufgrund seines hohen Sulfatgehalts von 1.530 mg pro Liter gegen Verstopfung genutzt werden kann. Neben Sulfat ist es auch reich an Calcium (549 mg/l) und Magnesium (119 mg/l).

Wie der Name bereits verrät, kommt Ogeu Pyrénées aus den Pyrenäen. Wie bei vielen anderen Wässern hat auch OGEU seinen Ursprung in den Thermen. So wurde im Jahr 1830 ein Thermalzentrum über der Quelle erbaut. Mit einem Gesamtmineralgehalt von 250 mg/l und einem niedrigen Natriumgehalt zählt es zu den niedrig mineralisierten Wässern.

La Sasse stammt aus dem Herzen des Mont Blanc, genauer gesagt aus der Nähe des Mont Joly bei Megève. Die Quelle „Source de la Sasse“ liegt auf 1.740 Metern Höhe und ist eine reine Alpenquelle. Während es durch Schiefergesteinsschichten fließt, wird das Wasser auf natürliche Weise gefiltert und sanft angereichert. Mit einem Gesamtgehalt von 206 mg pro Liter ist die artesische Quelle niedrig mineralisiert.

Die Quelle von Ô Muse liegt 800 Meter über dem Meeresspiegel in einem Schutzgebiet. Das Wasser weist eine Gesamtmineralisierung von 128 mg pro Liter auf. Der Name „Ô Muse” existiert übrigens seit 1715, als der Ur-Ur-…-Großvater des heutigen Besitzers ein Gedicht an eine Dame schrieb, die später seine Frau wurde. Das Gedicht begann mit den Worten „Ô Muse“, und so entstand eine Tradition.

Die natürlich sprudelnde Mineralquelle Saint-Géron liegt in der Haute-Loire. Das Wasser wurde im 16. Jahrhundert durch Julius Caesar berühmt, der es in „La Guerre des Gaules“ erwähnte. Die Gesamtmineralisierung beträgt 1.158 mg pro Liter. Es ist reich an Magnesium (64 mg pro Liter) sowie an Natrium (207,9 mg pro Liter) und Hydrogencarbonat (1.191 mg pro Liter).

808 verdankt seinen Namen der Tiefe der Quelle. Das natürliche Mineralwasser liegt nämlich 808 Meter tief im Pays d'Aix-en-Provence und ist damit die tiefste artesische Quelle Europas. Bereits zur Zeit der Gründung der Stadt Aix durch den römischen Konsul Caius Sextius im 1. Jahrhundert sprudelten diese Quellen am Fuße des Sainte-Victoire-Berges, der später von Künstlern wie Cézanne und Picasso verehrt wurde. Die Gesamtmineralisierung beträgt 244,8 mg pro Liter.

Die Quelle von Plancoët liegt in Sassoy im Département Côtes d'Armor in der Bretagne. Der Name Sassoy stammt vom lateinischen „saxis aquae“ und bedeutet „Felswasser“. Bereits die Gallo-Römer schätzten die Vorzüge der Quelle. Das Wasser von Plancoët weist eine Gesamtmineralisierung von 257 mg pro Liter auf. Es handelt sich somit um ein niedrig mineralisiertes Wasser.
Fazit
Frankreich bietet eine außergewöhnliche Vielfalt an Mineralwässern mit jeweils eigener Identität, Herkunft und Geschmacksnote. Von extrem leicht bis stark mineralisiert zeigt sich: Wasser ist unterschiedlich und kann je nach Mineralisierung für verschiedene Zwecke eingesetzt werden.
Es lohnt sich also, bewusst zu wählen und zu entdecken. Probiere es gerne mal aus und hole dir drei bis fünf verschiedene Mineralwässer, die Du nach und nach verkostest, um herauszufinden, welches dein Favorit ist. Du wirst überrascht sein.
In diesem Sinne: Drink water, #stayhydrated
Beste Grüße
Timo Bausch
Zertifizierter Wassersommelier
Über die SOMMCADEMY
Wasser ist mehr als nur ein Grundbedürfnis. Es steht für Geschmack, Gesundheit und Erlebnis. Genau hier entsteht ein neues Bewusstsein: Achtsam trinken, Unterschiede erkennen und Qualität wirklich verstehen. Als zertifizierter Wassersommelier habe ich die SOMMCADEMY gegründet, um die Vielfalt und die Besonderheiten von Mineralwasser mit der Welt zu teilen. Mit der SOMMCADEMY kannst Du Wasser auf eine völlig neue Art kennenlernen: Als sensorisches Erlebnis und Wissensmoment, der deine Veranstaltung zu etwas Besonderem macht / Timo Bausch Gründer der SOMMCADEMY
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